Roulette
Roulette ist die Verkleinerungsform des französischen Wortes roue (= Rad) und heisst folglich soviel wie "kleines Rad". Die Basis des Spiels bildet die sogenannte "Glücksscheibe".
Derartige Spiele mit Glücksscheiben kannte man bereits in der Antike, obwohl immer wieder die Mähr angeführt wird, dass Mönche das Roulette Spiel im Mittelalter erfunden hätte. Die römischen Legionäre spielten Roulette mit einem auf einer Schwertspitze kreisenden Schild. Die Bauern der Breughel-Zeit plazierten ein Wagenrad auf eine vertikale Achse und drehten es. In Indien erfand man eine Variante des gleichen Prinzips den Drehwürfel. Im 17. Jahrhundert nahm das Roulette seine heutige Gestalt an. Ein mit Fächer versehener Zylinder ersetzte die flache Scheibe, und nicht mehr eine Spindel, sondern eine Elfenbeinkugel zeigte die Gewinn-Nummer an. So wurde aus dem Geschicklichkeitsspiel ein reines Glücksspiel, das sich bald in Adelskreisen zunehmender Beliebtheit erfreute. Dies hat sich bis heute nicht geändert und das "TV-Glücksrad", nichts anderes als ein Roulette-Spiel, ist sowohl in den USA als auch in allen anderen Ländern ein TV-Renner. Auch das sog. Hoca-Spiel war weit verbreitet. Die Hoca-Scheibe hatte vierzig Vertiefungen, von denen drei mit einer Null (Zero) gekennzeichnet waren. Fiel die Kugel in eine Null, dann strich der Bankhalter den Einsatz ein. Wohl erst im späten 18. Jahrhundert kam der Roulettetisch auf; die älteren Roulettemaschinen waren klein und transportabel.
Heute wird Französisches Roulette mit einem in 37 Fächern unterteilten Roulettekessel (Zero und 1-36) gespielt.
Die Fächer sind mit Ausnahme des grünen Null-Faches abwechselnd mit den Farben Rot und Schwarz markiert. Das Spiel läuft so ab, daß der Croupier die Elfenbeinkugel gegen die drehende Roulettescheibe einwirft, die im Wechsel nach links und rechts gedreht wird. Die Kugel kreist einige Male, verliert dann an Geschwindigkeit und fällt in eines der Zahlenfelder. Dies ist für jeden Spieler der Moment der Anspannung schlechthin und alle Augen folgen den Bewegungen der kleinen Kugel. Dann sagt der Croupier die Gewinnzahl und die gewonnenen Chancen an.
ausführliche Rouletteregeln
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